top of page

Besuch bei Nachbarn

Ich wollte eigentlich nur ein paar Jungtiere meiner wildfarbigen Sumatras nach Bartholomä (Deutschland) bringen.

Manuel Kühnhöfer züchtet seit einigen Jahren auch diese seltene Farbvariante. Dieses Jahr hatte er jedoch besonders bei den Hennen nur mäßigen Zuchterfolg, wie es in der Rassezucht manchmal vorkommen kann.

Auf der Hinfahrt am Freitagmorgen kam mir die Idee, dass ich die Rückfahrt nutzen und Tritschlers in Westerheim besuchen könnte.

Tritschlers züchten Spitzhauben in verschiedenen Farbvarianten. Also rief ich spontan Fabian von der Raststätte aus an und fragte, ob sie am Abend in der Anlage sein würden. So konnte ich mit einer Fahrt gleich zwei Hühnerzüchterfamilien besuchen.

Kurz nach Mittag wurde ich herzlich von Rosi Kühnhöfer in Bartholomä empfangen. Kaffee, Mineralwasser und verschiedene Gebäcksorten standen schon bereit. Später gesellten sich auch Vater Erich und Sohn Manuel zu uns. Manuel ist übrigens Geflügelrichter und hat bereits in der Schweiz Bewertungen vorgenommen. Wie es üblich ist, wenn sich Hühnerzüchter treffen, haben wir über Erfolge und Misserfolge, Zukunftspläne und kommende Ausstellungen geplaudert.

Kühnhöfer Zuchtanlage 

Die Kühnhöfers sind Mitglieder im Schw. Appenzeller- und Schweizerhuhn-Klub und betreiben eine grosse, gepflegte Zuchtanlage mit vielen verschiedenen Rassen. Dort gibt es Shamo, Altenglische Zw. Kämpfer, Zw. Malaien, Yokohama, Sumatra, Moschusenten und Spitzhauben (chamoisfarbig). Ihre Tochter Jasmin züchtet Wachteln und stellt sie aus. Auch Tauben haben sie in einem Schlag mit Voliere.

Image-place-holder (1).png
Herde Moschusenten.jpg

Die chamoisfarbigen Appenzeller Spitzhauben sind vor allem die Lieblinge von Rosi. Dies ist durchaus verständlich, sind es doch einfach wunderschöne Tiere und darüber hinaus die sichersten Eierlieferanten nebst den Wachteln

Nach einem gemütlichen Nachmittag und viel Hühnerlatein im Gepäck verabschiedete ich mich von Kühnhöfers.

Spitzhauben Hähne Rosi.jpg

Nun ging die Fahrt weiter 

nach dem etwa 50 km entfernten Westerheim. Um ca.18 Uhr erreichte ich die Kleintieranlage. Es ist eine eher kleine Anlage mit wenig Züchter*Innen. Trotzdem sind verschiedene Sparten vertreten, wie Tauben, Kaninchen und verschiedene Geflügel. Ein tolles Klublokal mit angebauter Ausstellungshalle und zusätzlich einem geräumigen Zelt. Im Klublokal werden verschiedene Veranstaltungen abgehalten. So kann sich der Verein auch finanziell stärken. Jährlich findet auch eine Jungtierschau statt, bei der die Dorfbevölkerung einbezogen wird. Lokale Ausstellungen mit angeschlossenen Klubschauen werden regelmässig organisiert.

Trischler.jpg

Die Spitzhauben Zucht von Tritschlers 

Die langjährige Zucht ist wirklich bemerkenswert. Die ganze Familie beschäftigt sich seit Jahren mit diesen Tieren. Vater Ingolf verriet, dass er schon vor etlichen Jahren Kontakt mit unserem ehemaligen Präsident Ferdi Eugster hatte und ihn auch besuchte. Ingolf meinte: Über die dazugehörenden Zoll-Geschichten könnte er separat ein “Gschichtli” erzählen. 

Verschiedene Farbenschläge Spitzhauben.jpg
Ausläufe bei Tritschler.jpg

Durch die langjährige Spitzhauben-Treue haben sich Tritschlers ein enormes Fachwissen erworben. In allen Farbenschlägen bewahren sie einen sehr hohen Zuchtstand. Sie wissen aus Erfahrung, auf was sie achten müssen. Mein Besucherherz schlägt sofort höher, wenn man so viele schöne Tiere in verschiedenen Farbenschlägen bewundern kann. 

Spitzhauben Hahn Fabian.jpg

Nachbarschaftliche Beziehungen

Diese beiden Beispiele zeigen wie wertvoll freundschaftliche Verbindungen mit ausländischen Züchter*Innen sein können. Ich bin überzeugt, dass sie nicht nur wertvoll, sondern geradezu notwendig sind. Seltene Rassen können nur Bestand haben, wenn sie auch über die Landesgrenzen hinaus abgestützt sind. 

Unser Klub ist seit jeher bemüht, solche Verbindungen zu pflegen. Einige Klubmitglieder haben Kontakt zu Zuchten in Österreich, Niederland, Deutschland, Luxemburg, ja sogar nach Argentinien und England und weitere. 

Diese beiden Beispiele zeigen, wie befruchtend solche Verbindungen sein können. So sind schon Bruteier von Kühnhöfers in die Schweiz gekommen und Schweizer Spitzhauben Blut bei Tritschlers gelandet. 

Auch freundschaftliche Kontakte, die über das Züchterische hinausgehen, werden regelmässig gepflegt. So war unser Verein schon mit einem Kleinbus bei der Familie Hanselmann in Flein oder Lothar Fucker in Erlensee, beides Mitglieder in unserem Klub.

Andy

bottom of page